16.07.2017


 

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Hockey-Damen fehlt ein Sieg zum WM-Ticket

Johannesburg (dpa) - Deutschlands Hockey-Damen haben die Vorrunde bei der World League 3 in Johannesburg als Tabellenzweiter hinter England beendet und damit das WM-Ticket zum Greifen nah.

Das verjüngte Team des Olympia-Dritten gewann sein viertes und letztes Gruppenspiel 3:0 (1:0) gegen den zuvor noch ungeschlagenen Tabellenführer Japan. Mit einem weiteren Erfolg im Viertelfinale am Dienstag (18.00 Uhr) gegen Gastgeber Südafrika würde sich das DHB-Team direkt für die Weltmeisterschaft 2018 in London qualifizieren.

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Die Mädels haben sich reingearbeitet, das war ein richtig guter Schritt in der Entwicklung», lobte Bundestrainer Jamilon Mülders. Charlotte Stapenhorst (23. Minute) brachte den Weltranglistensiebten in Führung, als ihr Schuss von einer Japanerin ins eigene Tor abgefälscht wurde. Nike Lorenz (34.) nach einer Strafecken-Variante und Cécile Pieper (46.) sorgten für den deutlichen Endstand.

«Der heutige Sieg gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben», verriet Janne Müller-Wieland, die mit 248 Länderspielen erfahrenste deutsche Akteurin. Mülders kündigte an: «Wir werden im Viertelfinale unseren Job machen, egal, wer da kommt.» Allerdings muss er erneut das Fehlen von Stürmerin Lisa Altenburg kompensieren. Die Hamburgerin hatte gegen England am Freitag eine Muskelverletzung erlitten und wird den Rest des Wettbewerbs ausfallen.  

Die DHB-Herren bestreiten ihr Viertelfinale am Mittwoch. Ein dortiger Sieg bedeutet das Ticket für die WM 2018 in Bhubaneswar/Indien. Zuvor absolviert der Weltranglistendritte am Montag (16.00 Uhr) sein letztes Vorrundenspiel gegen Irland. «Die Freude ist jetzt riesig und die Stimmung im Team super», sagte Dieter-Enrique Linnekogel.

Der Hamburger hatte am Samstag den Siegtreffer beim 3:2 (1:0) im dritten Gruppenspiel gegen Belgien erzielt. «Wir konnten zeigen, dass wir als junges Team auch Rückstände aufholen können», sagte der Matchwinner. Dem stimmte auch Bundestrainer Stefan Kermas zu: «Wir sind heute sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Spielleistung.» 

Marco Miltkau (30.) hatte den Olympia-Dritten zwölf Sekunden vor der Halbzeitpause in Überzahl in Führung gebracht. Doch der Silbermedaillengewinner von Rio drehte die Partie durch Tore von Arthur van Doren (32.) und Simon Gougnard (40.) in Unterzahl. Lukas Windfeder (43.) traf mit Deutschlands einziger Strafecke zum 2:2.

Deutscher Hockey Bund

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