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Liebers gerade noch ins Finale der Eiskunstlauf-WM
Nizza (dpa) - Chance vertan: Der Berliner Peter Liebers hat bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Nizza den Durchbruch verpasst. Der 23 Jahre alte Sportsoldat lief ein wackliges Programm zu Bluesklängen und rangiert vor der Kür am Samstag nur auf Rang 23.
Wegen zweier Stürze erreichte der Student gerade so eben das Kürfinale der besten 24 Läufer. Titelverteidiger Patrick Chan übernahm mit der Punktzahl von 89,41 die klare Führung vor dem Tschechen Michel Brezina (87,67) und Daisuke Takahashi (85,72) aus Japan. Der Kanadier zeigte einen vierfachen Toeloop und eine lupenreine Kombination aus dreifachem Lutz und Toeloop.
Um eine Medaille kann mit 83,47 Zählern als Vierter auch noch Ex-Weltmeister Brian Joubert kämpfen. Der Franzose begeisterte die 5000 Zuschauer im Palais des Expositions mit seiner mitreißenden Art und stand alle Sprünge, sogar die Kombination aus vierfachem und dreifachem Toeloop. «Ich werde bis Sotschi 2014 weitermachen», kündigte der 27-Jährige an. Europameister Jewgeni Pluschenko aus Russland beendete die Saison bereits nach einer Knie-Operation.
«Ich habe mich so gut gefühlt beim Einlaufen und dann hat ja auch die Eingangskombination geklappt», sagte Liebers, der nach dem dreifachen Flip plus dreifachem Toeloop beim Axel und Lutz patzte. Mit 58,21 Punkten bekam der Vorjahres-15. noch eine milde Bewertung, wobei die Pirouetten gut honoriert wurden. Der künstlerische Ausdruck kam aber zu schlecht weg.
«Ich habe lange Zeit nicht gedacht, dass ich wegen meines Steißbein-Bruchs überhaupt bei den großen Meisterschaften starten kann», erzählte Liebers, «vielleicht war das eine Nummer zu groß.» Bei einem kleinen Vorbereitungswettkampf in Den Haag war er noch bestens gelaufen. «Ich habe überhaupt keine Erklärung, im Training waren alle Sprünge gut», sagte Coach Viola Striegler. «Vielleicht fehlt ihm noch einiges zur größeren Persönlichkeit».
Während die Topläufer vierfache Sprünge zeigen, hat Liebers immer wieder Probleme mit den dreifachen Elementen. «Das ist ein mentales Problem, wenn er seine Programme nicht auf die Platte bringen kann», sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. «Ihm fehlt das Kämpferische».
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